Europa-Jugendtag 2009

Neuapostolische Kirche - 21. bis 24. Mai 2009 in Düsseldorf

Bericht vom 04.07.2007

Interview: Ein Logo, das bewegt ...

Seit fünf Wochen hat der Europa-Jugendtag (EJT) ein „Gesicht“: Am 21. Mai ging die offizielle EJT-Webseite online und mit ihr auch das offizielle Erkennungszeichen dieses Großevents. Das EJT-Logo - orangefarbenes Kreuz, blau eingekreist - erregt seitdem die Gemüter, wie nicht zuletzt ein Blick ins Gästbuch zeigt: Während die einen begeistert die Farbenfrische loben, bemängeln andere, dass der Europa-Jugendtag nicht im bekannten NAK-Design daherkomme. Ein Gespräch mit dem Leiter der EJT-Projektgruppe Kommunikation, Apostel Rüdiger Krause (Norddeutschland), über Freud und Leid beim Suchen und Finden des richtigen „Markenzeichens“.

Apostel Krause, wie kam der Europa-Jugendtag zu seinem Logo?


Zunächst haben wir eine Reihe Jugendlicher gebeten, Entwürfe für ein EJT-Logo zu erstellen. An dieser Ausschreibung haben sich Grafiker und Designer aus verschiedenen Gebietskirchen beteiligt. Die Ergebnisse waren kreativ und gut, aber der Planungsstab war von keinem Entwurf so richtig überzeugt. Das hat gezeigt, wie schwer es ist, ein wirklich gutes Logo zu entwickeln, welches möglichst noch das Motto widerspiegelt und dabei keine falschen Assoziationen zulässt. Wir haben in unserer Kirche ja bis auf unser Emblem auch keine Bildsprache, auf die beispielsweise andere Kirchen zurückgreifen können.

Wie ging es dann weiter?

In einem zweiten Schritt haben wir als PG Kommunikation dann im Auftrag des Planungsstabs verschiedene Werbeagenturen und Designer beauftragt, ein Logo zu entwickeln. Aus den daraufhin eingegangenen Entwürfen hat der Planungsstab dann einen Favoriten gewählt. Diesem Beschluss haben der Stammapostel und die europäischen Bezirksapostel zugestimmt. Drei Wochen später ging dann die offizielle Homepage im Stil des Logos an den Start.

Einige Jugendliche vermissen unser Kirchenemblem im offiziellen EJT-Logo.

Über dieses Thema haben wir in der Findungsphase innerhalb der PG, aber auch mit erfahrenen Grafikdesignern lange diskutiert. Bei einem Logo gibt es zwei Grundsätze zu beachten: Erstens sollte ein bestehendes und bekanntes Logo nicht verändert werden. Zweitens lassen sich zwei Logos nur schlecht miteinander kombinieren.

Ergebnis: Wir können also weder unser Kirchenemblem verändern, noch es in ein neues Logo integrieren. Also hatten wir zwei Möglichkeiten: Unser NAK-Emblem mit dem Schriftzug „Europa-Jugendtag“ zu nutzen oder ein komplett neues Logo zu entwerfen. Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden, nicht zuletzt auch, weil der EJT ein aus dem Kirchenalltag herausragendes Ereignis ist, für das eine eigene Bildsprache durchaus gerechtfertigt ist. Wenn wir uns übrigens den gerade zu Ende gegangenen Evangelischen Kirchentag in Köln anschauen oder auch den Katholischen Weltjugendtag, so war es dort genauso: Diese Veranstaltung haben immer ein eigenständiges Design.

Nun gibt es ja zwei Logo-Varianten …

Das ist richtig, aber wir wollen im Schwerpunkt das Logo mit der Unterzeile "Neuapostolische Kirche" verwenden, um den klaren Bezug zu unserer Kirche herzustellen. Das ist auch ausdrücklicher Wunsch des Stammapostels und der Bezirksapostel. Eine Logo-Variante enthält in der Unterzeile das Datum und den Veranstaltungsort, also „21.-24. Mai 2009, Düsseldorf“. Dieses Logo kann auf Wunsch verwendet werden, wenn aus dem Kontext klar der Bezug zur Neuapostolischen Kirche hervorgeht, um eine Dopplung zu vermeiden. Aber: Grundsätzlich verwenden wir - auch für die externe Öffentlichkeitsarbeit und andere Publikationen - den Entwurf mit der Unterzeile „Neuapostolische Kirche“. Wann immer es möglich ist, zeigen wir zusätzlich unser Kirchenemblem in Verbindung mit dem EJT-Logo, wie beispielweise auf der Werbe-Postkarte für den Europa-Jugendtag, auf der EJT-Internetseite oder bei offiziellen Briefwechseln. Aber, wie gesagt, nicht in unmittelbarer Kombination, etwa nebeneinander stehend, weil das ästhetisch sehr unglücklich aussähe.

Welche Reaktionen hat der Planungsstab bezüglich des Logos erhalten?


Die Mehrzahl der Jugendlichen findet das Logo klasse. Vor allem die moderne Farbgestaltung mit dem strahlenden blau-orange kommt gut an. Farbpsychologen sprechen hier von einer idealen Kombination. Das Blau steht für „Himmel“ oder „Leben“ und das honigfarbene Orange für „Gemeinschaft“. Ich will das nun auch nicht überinterpretieren. Beide Farben zusammen wirken jedoch sehr harmonisch und sind eine Kombination, die gern einige internationale Konzerne für sich beanspruchen würden.

Einige Jugendliche vermissen zwar unser Kirchenemblem, aber das habe ich ja bereits erläutert. Natürlich ist auch klar: Egal, was wir getan hätten: Ein Logo gefällt niemals allen, dafür sind die Geschmäcker zu verschieden. Wir hatten allerdings zuvor die verschiedenen Entwürfe auch einem Kreis von Jugendlichen zur Beurteilung vorgelegt. Da gab es ein klares Votum für das nun offizielle Design. Und insgesamt zeigen die bisherigen Reaktionen auch: Das Logo war die richtige Wahl!

Viele Jugendliche wünschen sich T-Shirts mit dem Emblem oder auch andere Werbeprodukte. Wird es so etwas geben?

Da arbeiten wir dran. Natürlich werden wir Merchandising-Artikel anbieten. Wir haben bereits eine erste Auswahl getroffen und prüfen derzeit die Qualität der Produkte. Dann geht es an die Produktion und den Verkauf.

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Interview mit Apostel Rüdiger Krause

Text: Frank Schuldt
Thorsten Gabriel
Fotos: Frank Schuldt