Europa-Jugendtag 2009

Neuapostolische Kirche - 21. bis 24. Mai 2009 in Düsseldorf

Bericht vom 24.05.2009

Der Festgottesdienst – „Was liegt vorne in deinem Leben?“

Der Europa-Jugendtag 2009 auf seinem Höhepunkt: Am Sonntag findet in der LTU arena Düsseldorf ein Festgottesdienst mit Stammapostel Wilhelm Leber statt. 46.000 neuapostolische Christen und ihre Gäste erleben hier ein letztes Mal im Rahmen des ersten Europa-Jugendtags Gemeinschaft.

Der Altar ist inmitten des eigentlichen Spielfelds aufgebaut. Die Besonderheit des Altars: Er ist rund und besteht aus drei Teilen. Stammapostel Leber und die mitdienenden Apostel können sich im Gottesdienst somit jedem Teilnehmer im Rund der Arena zuwenden.

Als Grundlage seiner Predigt wählt Stammapostel Leber ein Bibelwort aus Philipper 3,13: „Meine Brüder (meine Schwestern, Ergänzung des Stammapostels), ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich‘s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich strecke mich aus nach dem, was da vorne ist“.

Unity


„Lord we pray for Unity“, singt die Gemeinde zu Beginn des Gottesdienstes. „Helft mit, dass diese Einheit bei uns bleibt“, bittet Stammapostel Leber die Jugendlichen. „In den vergangenen Tagen wurde ich oftmals gefragt: ,Lohnt es sich, als Christ zu leben?‘ Als Antwort kann ich nur an ein Statement Jesu Christi erinnern: Niemand wird sich für den Herrn einsetzen, ohne dafür gesegnet zu werden“, so Stammapostel Leber in Bezug auf ein Bibelwort aus Lukas 18,29.30.

„Was liegt vorne in deinem Leben? Das hast du in deiner Hand!“ Sein Rat ist, für Gott zu tun, was irgend möglich ist. Dabei erinnert er an die zu Beginn des Gottesdiensts besungene Unity – die Einheit in der Gemeinde. Um an das Ziel des Glaubens, also nach vorn zu kommen, sei das Erreichen von vier weiteren Zielen nötig.

Vier Teilziele


An erster Stelle müsse man Gott gefallen. Das werde durch Glaube und Gottvertrauen möglich. „Dient dem Herrn, indem ihr eure eigene Kraft einsetzt!“, appelliert er an die Gottesdienstteilnehmer. „Ich bin so begeistert von den Gaben, die ich in den letzten Tagen in euch entdeckt habe“, schwärmt Stammapostel Leber von der Jugend. „Nutzt diese Gaben, dient dem Herrn!“

Ein weiteres Ziel sei es, anderen ein Segen zu sein. Dies geschehe am ehesten durch das Bekennen des Glaubens. „Und als letzter Punkt: Werdet würdig auf den Tag des Herrn. Folgt dafür Jesus Christus nach – auch in seinen Boten. Amtsträger sind dabei Gehilfen des Glaubens und der Freude“, beendet er seine Predigt.

Versöhnung


Es folgen Beipredigten der Bezirksapostel Leonard R. Kolb (Bezirksapostelbereich USA), Urs Hebeisen (Bezirksapostelbereich Südostasien) und Bernd Koberstein (Bezirksapostelbereich Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland).

Im Anschluss erwähnt Stammapostel Wilhelm Leber, dass Vertreter der Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) am Gottesdienst teilnehmen. In Bezug auf die Feier des Heiligen Abendmahls und die Versöhnung wendet er sich direkt an diese Gäste: Fehler seien in der Vergangenheit gemacht worden – auch seitens der Neuapostolischen Kirche. Er strecke die Hände aus zur Versöhnung.

„Ihr habt diese Tage zu einem Fest gemacht“


Aus tausend Sängerinnen und Sängern besteht der Ansingchor aus Norddeutschland. Als sie „Hallelujah“ von Georg Friedrich Händel anstimmen, bricht ein Blitzlichgewitter aus. Jeder scheint die Atmosphäre mit nach Hause nehmen zu wollen. „Ihr habt diese Tage zu einem Fest gemacht – ihr seid eine großartige Jugend!“, ruft der Stammapostel den Teilnehmern zu.

Auf seine Frage, ob sich diese Tage gelohnt haben, gibt es minutenlangen Applaus und dutzende La-Ola-Wellen als Antwort. Stammapostel Leber verabschiedet sich in vielen Sprachen und erklärt den Europa-Jugendtag 2009 in Düsseldorf offiziell für beendet.

Galerien
Der Festgottesdienst I
Der Festgottesdienst II
Der Festgottesdienst III
Der Festgottesdienst IV
Der Festgottesdienst V

Text: Lars Meierwisch
Fotos: Oliver Rütten
Klaus Meyer
Andreas Otto
Jessica Krämer