Europa-Jugendtag 2009

Neuapostolische Kirche - 21. bis 24. Mai 2009 in Düsseldorf

Bericht vom 07.02.2009

Entdeckungstour durch das Programm

Workshops zu Glaubens-Themen, Podiumsdiskussionen, Filme, Sketche und Spiele – beim Europa-Jugendtag (EJT) 2009 stehen von Donnerstag- bis Samstagabend rund 140 Veranstaltungen auf dem Programm, und am Sonntag ein Gottesdienst mit dem Stammapostel. spirit nimmt seine Leser in der aktuellen Ausgabe 1/2009 auf den Seiten 20-23 mit auf eine fiktive Entdeckungstour.

Samstag, 23.Mai 2009: Die Türen der U-Bahn öffnen sich an der Haltestelle „Düsseldorf – Arena/Messe Nord“. Ein Strom junger Menschen schiebt sich über den Bahnsteig. In der einen Hand einen Coffee to go, in der anderen das Programmheft mit dem blau-orangen Logo, bewege ich mich mit den anderen in Richtung Rolltreppe. Unter dem gewölbten Glasdach der Eingangshalle treffen wir auf einen zweiten Strom Jugendlicher, einer kaut im Gehen noch den letzten Bissen seines Frühstücksbrotes. Sie haben auf dem Messegelände übernachtet. Wir alle haben ein Ziel: die Hallen 6 und 7, denn hier schlägt das Herz des Europa-Jugendtags.

Vorträge, Jugendredaktionen, Weltkarte

Kaum bin ich von der Rolltreppe im Eingangsbereich aus rechts abgebogen, stehe ich vor der Drei-Etagen-Halle 7.0–7.2. Da ich schnell noch eine E-Mail an meine Familie schicken möchte, beginnt mein Rundgang im Internetcafé in Halle 7.0. Auf der Bühne nebenan beginnt um 10 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Leben mit Behinderung – na und?“ Das klingt interessant, also nichts wie hin. In meinem Programmheft finde ich eine Reihe weiterer Vorträge und Theateraufführungen, die hier über den Tag verteilt stattfinden, zum Beispiel am Abend zum Thema „Jesus Christus, der Zentralpunkt“.

Halle 7.0 steht ganz im Zeichen der Jugendredaktionen und Jugendaktivitäten: Verschiedene Jugendinfos und Aktivkreise präsentieren sich und ihre Arbeit, in einem Seminarraum können Jugendredakteure in Workshops lernen, wie man packende Artikel schreibt und gute Fotos schießt. In einem Bereich in Form einer Insel treffen sich Jugendliche, um Ideen für Jugendaktivitäten auszutauschen. Ich markiere auf einer großen Weltkarte meinen Herkunftsort. Spannend: Sogar aus Kapstadt ist jemand gekommen – der EJT ist wirklich international!

Begegnung, Workshops, Musik

Ob mir die Besucher aus Südafrika wohl über den Weg laufen? Vielleicht treffe ich sie an den Begegnungs- und Gesprächstischen in Halle 7.1, ein Stockwerk höher. Ich setze mich an einen Tisch mit einem englischen Sprachfähnchen, an dem schon einige Jugendliche sitzen. „Hi, I’m from Germany, where are you from?“ – Und schon bin ich ins Gespräch vertieft.

Dann Lachen und Applaus von nebenan. Auf einer Bühne wurde gerade ein Sketch aufgeführt. Den habe ich verpasst, aber ein Blick ins Programmheft sagt mir, in einer halben Stunde beginnt der nächste. Noch genug Zeit, um mir vorher die Ausstellung zum Thema „Jesus trägt das Kreuz – auch für Dich!“ anzusehen. Auf dem Rückweg studiere ich die Programmübersicht an den Workshop-Räumen. Hier finden Workshops zur Bibel und zum Glauben, aber auch zu Alltagsthemen wie „Wie bewerbe ich mich richtig?“ statt. Elf unterschiedliche Workshops richten sich gezielt an Jugendbetreuer. Vor dem Mittagessen plane ich noch einen Besuch im Musikpavillon in derselben Halle ein. Zwischen Folklore, geistlicher Musik und Rap in unterschiedlichen Sprachen fällt mir die Auswahl schwer.

Ruhe, Seelsorge, Nachdenken

Nach dem Essen brauche ich dringend eine Verdauungs- und Verschnaufpause. „Chill Out Zone, Halle 7.2“, das hört sich gut an. Ich lege mich auf den Teppich, genieße die ruhige Musik und schließe für einen Moment die Augen. Halle 7.2 ist der Ruhe, der Besinnung und dem Nachdenken gewidmet: Hier kann man einen Fürbitten-Weg und einen Parcours, der durch die Inhalte des 23. Psalms führt, besuchen und sich in einem Workshop neue Impulse für das Gebetsleben holen.

Auch für spontane Seelsorge-Gespräche bei Tee und Kaffee ist ein Bereich reserviert. In einer Hallenecke hat sich eine lange Schlange gebildet. Der Andrang vor dem Erlebnis-Rundgang „Walk the Lord’s Prayer“, den Jugendliche aus der Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland gestaltet haben, ist groß. In 15 Räumen und einem nachgelagerten Garten kann man hier das „Unser Vater“ Vers für Vers durchwandern.

Filme, Vorträge, Sketche

Schon 14 Uhr: Die große Podiumsdiskussion mit dem Stammapostel in Halle 6 steht an. Auf dem Weg dorthin erfahre ich über Lautsprecher, dass schon alle Plätze in der Halle belegt sind. Wer zu spät kommt ... Aber Moment, ich laufe gerade an Halle 7a vorbei. Auf einer großen Leinwand soll hier die Diskussion übertragen werden. Schnell suche ich mir einen Platz im Zuschauerbereich.

Im Programmheft entdecke ich, dass es hier noch viele interessante Vorträge, Filme und Sketche, ein Musical sowie andere Musikbeiträge gibt.

Diskussion, Spiele, Infostände

Als die Podiumsdiskussion vorbei ist, wage ich mich schließlich in Halle 6. Es ist die größte Veranstaltungshalle. Im Forum fand am Donnerstagabend ein Willkommensgottesdienst statt. Außerdem stehen hier große musikalische Mitmach-Aktionen wie das Jugend-Orchester der Nationen oder das internationale Offene Singen auf dem Programm. Auf der Galerie sind Feedback-Pinnwände aufgestellt, auf die jeder seine Meinung, Gedanken und Erlebnisse schreiben kann.

Passend zum Jugendtagsmotto gibt es eine Ausstellung mit dem Titel „Wiederkunft Jesu ­ und dann?“ In einem anderen Teil der Halle werden Spiele und Kreativ-Workshops angeboten. Drum herum sind die Stände der Gebietskirchen und einzelner NAK-Gruppen aufgebaut. Ich schlendere an den Ständen vorbei, informiere mich über die Arbeit von NAK-karitativ und unterhalte mich mit Schwestern und Brüdern von der Initiative Regenbogen-NAK.

Stiftshütte, Public Viewing, Open-Air

Durch die Fenster der Messehalle sehe ich ein großes Zelt im Innenhof. Die Sonne scheint,
also nichts wie raus. Bei dem Zelt handelt es sich um einen originalgetreuen Nachbau der Stiftshütte aus dem Alten Testament. Jugendliche aus dem Bezirk Bautzen haben sie nach den in der Bibel genannten Maßen rekonstruiert.

Heute Abend soll um die Stiftshütte herum eine Open-Air-Veranstaltung mit Musik, Lesungen und einer Andacht stattfinden. Außerdem steht hier die große Leinwand, auf der ich am Donnerstagabend den Willkommensgottesdienst beim Public-Viewing mitverfolgt habe.

Kultur, Freizeit, Düsseldorf

Unter einem Baum im Schatten haben es sich Freunde von mir gemütlich gemacht. Sie erzählen mir, dass sie gerade eine Stadtführung durch Düsseldorf mitgemacht haben. Auch eine Wanderung entlang des Rheins stand zur Auswahl.

Heute Abend wollen sie noch einmal nach Düsseldorf fahren, um sich in der Kirche St. Bruno „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms anzuhören, das ein Chor und ein Orchester aus Süddeutschland aufführen. Oder sie besuchen ein Kammerkonzert. Das findet zeitgleich in der Akademie der Wissenschaften statt.

Eröffnung, Konzert, Gottesdienst

Da es ein schöner Frühsommer-Abend zu werden scheint, beschließe ich, auf dem Messegelände zu bleiben. Ich lasse den Tag bei der Open-Air-Veranstaltung im Innenhof ausklingen. Gespannt bin ich auf den kommenden Tag. Dann gehts zum Gottesdienst mit dem Stammapostel in die LTU arena. Die Stimmung in der Arena konnte ich schon bei der Eröffnungsveranstaltung und bei der „Night of Lights“ am Freitagabend erleben. Heute Nachmittag ist das Stadion noch in der Hand der Fußballfans, morgen aber wird es einen Vormittag lang zur größten neuapostolischen Kirche der Welt.

Die Eckpunkte des Programms (Stand: Dezember 2008)

Donnerstag, 21. Mai
- Anreise
- 21 Uhr: Willkommensgottesdienst (ohne Abendmahl) in den Übernachtungsbezirken und in Halle 6

Freitag, 22. Mai
- 11 Uhr: Eröffnungsveranstaltung mit Stammapostel in der LTU arena Programm
- 21 Uhr: „Night of Lights“ in der LTU arena, anschließend: „Jazz Night“ in Halle 6

Samstag, 23. Mai
- Programm in den Messehallen
- 21 Uhr: Musik, Lesungen, Andacht im Innenhof der Messehallen

Sonntag, 24. Mai
- 10 Uhr: Gottesdienst mit Stammapostel in der LTU arena
- Abreise

Alle Programmpunkte auf einen Blick

ZUSCHAUEN

VORTRÄGE
SehnSucht – Abhängigkeiten
Suchtgefahren in der Jugend
Jugend – Behinderung – Glaube
Gott mit allen Sinnen erleben
Biotechnik und unser Glaube
Neuapostolisch – Ja, klar!
Und sie bewegt sich doch!
Datenschutz bei NACWorld
Dietrich Bonhoeffers Gedicht „Von guten Mächten“
Miteinander reden – zueinander finden: Ökumene
Open-Air: Musik, Lesungen, Andacht

FILME
NAK-Werbespots
Leben und Glaube? Es liegt an dir.
Angegriffen (Adagio von Garri Bardine, Moskau 2000)
Gaben erkennen und anerkennen
Glaubensmüdigkeit – ein schleichender Prozess
Mit Macht gegen Gewalt
Und täglich grüßt der liebe Gott
The end of the world
NAK 2050 – Die Suche nach der letzten Bibel
Grünstreifen – Missionsarbeit in West-Afrika
O seliger Sonntag – und der Samstag davor
Du bist Weinberg

INFOSTÄNDE
Gebietskirchen
Menschen mit Behinderung
NAK-karitativ
Regenbogen-NAK
Bischoff Verlag

THEATER/SKETCHE
Eine Liebe in Babylon
Jesus talks
ICQ auf Wolke 7
Wenn Gott mal Urlaub macht
Das Zimmer
Das „Unser Vater“ – ein Routinegebet?
Glauben erleben
Unser Herr kommt gewiss
Morgen ist der Tag des Herrn
Nachtwandel
Die Jugendstunde
Stimme der Stille
Jesus Christus, der Zentralpunkt

AUSSTELLUNGEN
Walk the Lord’s Prayer – „Unser Vater“-Rundgang
Bitte denke an mich ... – Fürbitten-Weg
(D)ein Weg mit Gott – Ausstellung zum 23. Psalm
Stiftshütte originalgetreu nachgebaut
Wiederkunft Jesu – und dann?
Mission und Vision der NAK
Gottesdiensterlebnisse
Jesus trägt das Kreuz – auch für Dich!
„Ich bin ...“ – Die sieben Worte Jesu
Ergebnisse des Fotowettbewerbs:

MITMACHEN

WORKSHOPS
Hören mit den Augen: Kommunikation ohne Worte
Männer in der Bibel – Männer wie du und ich ...
Frauen in der Bibel – Frauen wie du und ich ...
Nur Unsinn im Sinn – Sinn des Lebens
... und übergebe mich dir ... – wie geht das?
Christ sein in einem multikulturellen Europa
„Ich bin“ – Jesus Christus stellt sich vor
Mit Gesängen beten
Wie bewerbe ich mich richtig?
Basiswissen: Versicherungsfragen

Für Jugendbetreuer
Präsentation & Moderation
Werte machen wertvoll
Gruppendynamik
Was mich als Jugendbetreuer bewegt
Die Nachhaltigkeit der Erlebnisse
Die Kunst der Kommunikation
Enttäuschte Jugendliche wiedergewinnen
Zuhören, aber wirklich!
Wir müssen mal reden ...
Mein Urteil war total daneben
Das heimliche Ja hinter dem Nein

Für Jugendredakteure
Basiswissen: Journalistisches Schreiben
Fotografieren bei kirchlichen Veranstaltungen
Basiswissen: Digitale Bildbearbeitung
Interview – aber richtig!
Basiswissen: Urheberrecht
Diskussion: Internet vs. Printmedien
Wie läufts bei euch?

DISKUSSION
Podiumsdiskussionen mit dem Stammapostel
Leben mit Behinderung – na und?
Das Grundlagenwerk „Der neuapostolische Glaube“
Haftung und Versicherung bei Jugendveranstaltungen

BEGEGNUNG

IDEEN-INSEL
Erfahrungsaustausch für Jugendliche

KREATIVES
Wandbilder malen (zugunsten von NAK-karitativ)
Bibelbox: Biblische Bilder und Begebenheiten zeitgemäß begreifbar machen
Touch me: Handabruckbild
Grenzenloses Patchworkband

SPIELE
Power Sticks – Social Competence Concepts
Länder-5-Kampf
Game-Lounge
Auf diese Steine kannst du bauen – NAK
Glaubens-Quiz
Don’t worry, be happy
Werdet Millionär

SPAZIERGÄNGE
Stadtführung durch Düsseldorf
Rheinwanderung

MEINUNG/FEEDBACK
Gedankenwand zum Glauben
Anregungen und Wünsche für Jugendaktivitäten
Wanted-Wand
Feedback-Ecke zum EJT
Buch der Eindrücke
How do we fill our time?
Da komme ich her – Weltkarte
Geben-Nehmen-Wand
Wunsch-Safe für Jugendaktivitäten

BESINNEN

Willkommensgottesdienst am Donnerstag
Gottesdienst mit dem Stammapostel am Sonntag
Bereich für persönliche Seelsorge
Abendandachten
Ruheraum

Viele Veranstaltungen finden mehrmals statt.

PLUS:
Musik und Sport, mehr als 50 musikalische Beiträge (siehe spirit[05][08]) und jede Menge Sport werden angeboten.

Stand: 22.12.2008, Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Änderungen vorbehalten.

Downloads
Spirit-Artikel: Entdeckungstour durch das Programm (Ausgabe 1/2009, S. 20-23)

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Entdeckungstour durch das Programm

Text: Spirit-Redaktion
Fotos: Messe Düsseldorf