Europa-Jugendtag 2009

Neuapostolische Kirche - 21. bis 24. Mai 2009 in Düsseldorf

Bericht vom 19.11.2008

179 Flaschen frisch gepresster Apfelsaft

Europaweit steigt die Vorfreude auf den Europa-Jugendtag im nächsten Jahr. Und das „EJT-Fieber“ hat nun auch Adendorf bei Lüneburg (Norddeutschland) erreicht. Um die Kosten für das Wochenende in Düsseldorf zu decken, dachten sich die Jugendlichen eine ganz besondere Aktion aus: Apfelsaft pressen!

Die Jugendlichen der Gemeinde Adendorf sind zumeist Schüler, für die der Teilnehmer-Beitrag von 95 Euro eine recht hohe Summe ist. Aber einfach nur um Spenden „betteln", nein, das wäre zu wenig, sagten sich die neuapostolischen Jugendlichen.

Die Apfelbaumwiese am See

Daher dachten sie sich eine ganz besondere Aktion aus: Am Barumer See gibt es eine Wiese mit Apfelbäumen, die nur wenige nutzen. Nach Anfrage beim Bürgermeister erhielten die Jugendlichen die Erlaubnis, die Bäume abzuernten. Toll! Aber wie?

Über Kontakte zu einem Bauern erhielt die Gruppe leere Obstkörbe und -stiegen. Zudem konnten sie zwei Anhänger kostenfrei ausleihen. An einem Sonntag im Oktober trafen sich dann alle auf der Apfelbaumwiese. Ein "großer" Jugendlicher und zwei Konfirmanden des Jahrgangs 2016 übernahmen das Apfelbaumschütteln. Die anderen sammelten die Äpfel auf und verluden sie auf die Hänger, die sie zuvor leer auf die Wiese geschoben hatten. Ein voller Korb wog etwa 15 Kilogramm. Doch wie viel wiegen dann zwei Anhänger voll? 500, 700 oder gar 1000 Kilo?

Zwei Anhänger mit der Ernte

Am Ende mussten die Anhänger von der Wiese gezogen werden. Gut, dass es ein „dickes" Auto mit Allradantrieb gab, welches die Anhänger souverän durch die matschige Wiese zog. Erschöpft, aber auch ein bisschen stolz bestaunten die Jugendlichen ihr Werk bei einer abschließenden Kaffeepause.

Am darauffolgenden Dienstag folgte dann Teil zwei der Apfelaktion: Mit den beiden Anhängern voller Äpfel und einigen durchtrainierten Jugendlichen machte sich die Gruppe auf den Weg nach Lütau (bei Lauenburg) zur Mosterei. Der Ratschlag, sich früh auf den Weg zu machen, erwies sich als absolut richtig. Denn als wir dort um 8 Uhr ankamen, mussten wir uns in eine Warteschlange von zehn Autos einreihen.

Was sagt die Waage?

Als die Jugendlichen dann endlich an der Reihe waren, packten sie die Ernte in zwei bereitgestellte Holzkisten, die dann mit einem Gabelstapler zur Waage gebracht wurden. Zehn Augenpaare blickten gespannt auf die Anzeige: 400, 600, 800, 850....897 Kilogramm! Klasse!

Für dieses Ergebnis durften sich die Jugendlichen 179 Flaschen (15 Kisten) Apfelsaft mitnehmen. Die Flaschen wurden zum Stückpreis von einem Euro in der Gemeinde angeboten. Bereits nach wenigen Tagen war die Kasse voll und die gesamte Ernte verkauft.

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179 Flaschen frisch gepresster Apfelsaft

Text: Frank Schuldt
NAK Norddeutschland
Fotos: NAK Norddeutschland