Europa-Jugendtag 2009

Neuapostolische Kirche - 21. bis 24. Mai 2009 in Düsseldorf

Bericht vom 20.07.2008

Mehr als eine Million Euro an Spenden

Interview mit Apostel Krause
Interview mit Apostel Krause
Interview mit Apostel Krause
Interview mit Apostel Krause
Interview mit Apostel Krause

Knapp zehn Monate vor dem Europa-Jugendtag der Neuapostolischen Kirche startet derzeit mit einem Artikel in der Kirchenzeitschrift „Unsere Familie“ ein neuer Spendenaufruf. Apostel Rüdiger Krause, Leiter der Projektgruppe Sponsoring, ist verantwortlich für die Aktion.

Apostel Krause, wie hoch ist der aktuelle Spendenstand?

Bisher haben wir 1.009.500,47 Euro an Spenden für den Europa-Jugendtag erhalten. Tausende haben gespendet und wollen damit den Jugendlichen ein unvergessliches Wochenende ermöglichen. Das ist einfach großartig und wir sagen allen Gebern ein herzliches Dankeschön. Den Spendenstand werden wir jetzt regelmäßig veröffentlichen. Unserem Stammapostel und den Bezirksaposteln Europas ist es ein Anliegen, unsere Geschwister auch über die finanziellen Aspekte der Veranstaltung zu informieren. Und das wollen wir verstärkt auch über die offizielle EJT-Website umsetzen.

Ist damit das Spendenziel erreicht?

Nein, das reicht noch nicht und das war uns auch von Anfang an klar. Daher hat der Planungsstab gleich zu Beginn der Vorbereitungen eine Projektgruppe Sponsoring ins Leben gerufen, der mit mir sechs Schwestern und Brüder angehören.

Wurden inzwischen Sponsoren für das Großereignis gefunden?

Wir haben einige Sponsoren gefunden. Zum Teil haben wir sie auch auf unserer Homepage www.ejt2009.eu veröffentlicht. Dort stehen aber nicht alle Sponsoren. Bei der Auswahl haben wir uns auch selbst beschränkt, denn einige Sponsoren werden ihre Produkte am Europa-Jugendtag vorstellen. Und da kam es natürlich für uns darauf an, Firmen zu finden, deren Artikel in den Rahmen einer kirchlichen Veranstaltung passen. Alkohol- und Tabakwerbung ist natürlich tabu. Das gleiche gilt für Angebote, die die Jugendtags-Teilnehmer in ein Vertragsverhältnis führen würden, beispielsweise von Mobilfunk-Anbietern oder Zeitschriften. Aber abgesehen davon haben wir festgestellt, dass sich Firmen ungern im Rahmen kirchlicher Veranstaltungen präsentieren. Das war für uns eine der vielen neuen Erfahrungen.

Stehen die Gesamtkosten der Veranstaltung schon fest?

Derzeit sammeln die Verantwortlichen die Anforderungen an die Gestaltung der Stände und Messehallen. Wichtig ist vor allem das benötigte Material. Daraus wird seitens der Messebau-Firma eine Anforderungsliste erstellt und die Aufträge an Technik, Messebau und Dienstleistungen ausgeschrieben. Erst wenn die Angebote eingehen, können wir die Gesamtkosten beziffern. Und dann haben wir noch einen gewissen Spielraum, um eventuell die Kosten zu reduzieren. Das geplante Programm wird davon aber nicht beeinträchtigt.

Bisher haben wir also in vielen Bereichen nur kalkulierte Werte. Wir wissen aber bereits, dass die Verpflegung etwa zwei Millionen Euro kosten wird. Dazu kommen die Mieten für die Unterkunfts- und Veranstaltungshallen sowie die LTU arena von über einer Million Euro. Einen ebenfalls großen Anteil haben die Kosten für die Gestaltung der Messestände und Programmbeiträge sowie die technische Infrastruktur. Direkt der Jugend zugute kommt auch das Angebot der freien Fahrt im öffentlichen Nahverkehr, was uns einige Hunderttausend Euro kostet. Außerdem planen wir ein Begrüßungsgeschenk. Da wir einen umweltfreundlichen Jugendtag gestalten wollen, nehmen wir hier und da auch einmal etwas höhere Kosten in Kauf. Die gesamten Kosten sind also noch nicht endgültig abzusehen. Wir rechnen mit acht bis neun Millionen Euro. Deshalb sind wir dankbar für jeden Euro, der dem Europa-Jugendtag als Spende zugute kommt.

Was passiert, wenn nicht genügend Spenden eingehen?

Auf den Umgang des geplanten Programms wird das nur geringe Auswirkungen haben, das ist schon mal sicher. Wie gesagt haben wir die Gesamtkosten zunächst sehr großzügig kalkuliert. Demgegenüber stehen die Einnahmen aus den Teilnehmerbeiträgen. Und die Gebietskirchen finanzieren den Europa-Jugendtag mit der Summe, die sie für die regionalen Jugendtage aufwenden würden. Dann haben wir Einnahmen aus dem EJT-Shop und als große Summe die Spenden. Ich gebe offen zu: Wir sind auf diese angewiesen. Doch die Begeisterung, die wir aus den Bezirken spüren, bestärkt mich darin, dass wir eine Gesamt-Spendensumme erreichen, die wir für einen gelungenen Abschluss des Europa-Jugendtags benötigen. Da mache ich mir keine Sorgen. Aber es sind auch noch Anstrengungen nötig.

Was sind denn noch für Spendenaufrufe geplant?

Derzeit läuft ein Spendenaufruf, den wir in der Ausgabe 13/2008 von „Unsere Familie“ gestartet haben. Wir planen einen weiteren für die Adventszeit und dann noch einen im Frühjahr 2009. In vielen Gemeinden und Bezirken finden Aktionen zur Finanzierung der Reisekosten und Teilnahmebeiträge für unsere Jugendlichen statt. Das ist auch zu begrüßen. Dem Veranstalter hingegen kommen diese Aktionen nicht zugute. Daher rege ich an, Überschüsse aus diesen Aktionen auf das Konto der EJT 2009 Düsseldorf gGmbH zu überweisen.

Was passiert mit eventuellen Überschüssen?

Unser Stammapostel und die Bezirksapostel haben beschlossen, dass Überschüsse den Gebietskirchen Europas zur Verfügung gestellt werden, jedoch ausschließlich für Jugendprojekte. Daran sehen wir, dass jeder Euro und jeder Cent der Jugend direkt zugute kommen.


Das Interview führte Frank Schuldt

Text: Frank Schuldt
Fotos: Rolf Carl