Europa-Jugendtag 2009

Neuapostolische Kirche - 21. bis 24. Mai 2009 in Düsseldorf

Bericht vom 02.12.2007

Sponsoren gesucht - ein Interview mit Carmen Faulenbach

Carmen Faulenbach (PG Sponsoring)

Ein Ereignis wie der EJT ist nicht zum Nulltarif zu haben – und auch nicht zu den sonst üblichen Konditionen eines regionalen Jugendtages: Drei Tage volles Programm haben ihren Preis. Deshalb arbeitet die Projektgruppe Sponsoring daran, den Europa-Jugendtag mit Zuschüssen von Unternehmen, aber auch mit Hilfe vieler kleiner Einzelspenden erfolgreich zu finanzieren. Ein Ziel soll dabei sein, die Teilnahmekosten für die Jugendlichen so niedrig wie möglich zu halten. Ein Gespräch mit Carmen Faulenbach, Mitglied der PG Sponsoring, über den Stand der Dinge.

Wie kommt die Suche nach Sponsoren voran?

Es hat bereits etliche Gespräche gegeben, vor allem durch bestehende persönliche Kontakte unserer Projektgruppenmitglieder. Wir sind in der Projektgruppe unter der Leitung von Apostel Rüdiger Krause derzeit zu sechst, in Kürze zu siebt. Das ist eine gute Gruppengröße und wir haben uns in der Zwischenzeit gut eingearbeitet. Alle PG-Mitarbeiter haben viel Erfahrung im Bereich Marketing und gute Kontakte zu Industrie und Handel. Innerhalb unserer Gruppe haben wir erstmal grundlegend darüber nachgedacht, in welche Richtung wir uns umschauen wollen, welche persönlichen Kontakte wir nutzen sollten, um zusätzliche Mittel für den EJT aufzutreiben. Wobei damit nicht nur Geldspenden gemeint sind, sondern auch Sachmittel oder Dienstleistungen, denn auch damit können Unternehmen den EJT unterstützen.

Allerdings ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch relativ schwer, verbindliche Zusagen zu erhalten, denn die Budgets des Jahres 2009 werden in den Unternehmen erst Mitte 2008 festgelegt. Wir nehmen aber bereits jetzt gerne Hinweise von Geschwistern auf, die selber Unternehmen führen oder Verbindungen zu Firmeninhabern oder Geschäftsführern haben. Es ist immer einfacher, persönliche Kontakte zu nutzen, als – wie man so sagt – „kalt“ zu akquirieren.

Wie viele große Sponsoren werden denn benötigt, damit der EJT finanziell gesichert ist?

Wir hoffen auf jeden Fall, ein oder zwei große Unterstützter zu finden, mit denen wir ein besonderes Marketingpaket schnüren können.

Was heißt das?


Das heißt, dass wir diesen Sponsoren extra Raum auf dem Messegelände einräumen wollen. Dafür ist die Halle 8 vorgesehen. Wir könnten uns zum Beispiel vorstellen, dass dort ein Sportartikelhersteller oder ein anderer Sponsor ein „europäisches“ Volleyball- oder Hallenfußballturnier stattfinden lässt oder irgendeine andere sportliche Aktivität. Und sobald wir diese ein oder zwei Hauptsponsoren gefunden haben, können wir weitere Angebotspakete für kleinere Unternehmen schnüren. Denkbar sind da natürlich klassische Werbemöglichkeiten wie Plakate, Fahnen, Bandenwerbung oder auch Messestände mit Promotion-Teams. Wir suchen aber zum Beispiel auch noch einen Sponsor für eine Begrüßungstasche, die jeder Teilnehmer erhält. Da ist dann das EJT-Programm drin, ein Hallenplan und vielleicht noch ein Schokoriegel oder ein Getränk. Und Marktforschung wäre auch eine Möglichkeit.

Teile der Halle 8 könnte von Unternehmen genutzt werden, um dort Produkte vorzustellen. Denn beim EJT treffen sie ja sozusagen „Zielgruppe pur“, in einer Dichte, wie man ihr sonst nur selten begegnet – und das auch noch mit viel Zeit, denn es sind ja mehrere Tage. Im Marketing spricht man von Kontakten: Wenn man davon ausgeht, dass wir 40.000 Gäste über drei Tage dort haben werden, können wir also von 120.000 Kontaktmöglichkeiten sprechen - und das ist schon eine relativ große Zahl. Dementsprechend kann es für Unternehmer interessant sein, sich dort mit einem Messestand zu platzieren und Produkttests durchzuführen oder aber sich selbst als Arbeitgeber vorzustellen. Viele Unternehmer gehen an die Universitäten, auf Jobbörsen und stellen sich vor – warum nicht auch auf dem EJT? Es wäre problemlos möglich, dass große oder kleine Unternehmen, die überregional Arbeitsplätze bieten, dort eine Jobbörse eröffnen. Aber, wie gesagt, all das ist noch im Gespräch und abhängig von den Großsponsoren und dem Platz, den wir dann in Halle 8 zur Verfügung haben werden. Wir sind dran.

In welchen Bereichen des EJT ist Sponsoring noch denkbar?

Zum Beispiel beim Catering. Es wird einen Anbieter geben, der für die gesamte Verpflegung während des EJT zuständig ist. In Zusammenarbeit mit dessen Lieferanten versuchen wir, Waren von den Herstellern und Markenartiklern kostenlos oder vergünstigt zu bekommen. In den Größenordnungen bei 40.000 Gästen, die drei Tage lang morgens mittags und abends satt werden wollen, hilft jede Unterstützung.

Wird es auch öffentliche Gelder geben?


Das hoffen wir sehr. Wir sind nicht nur auf die Stadt Düsseldorf, sondern auch auf das Land Nordrhein-Westfalen, den Bund und sogar die Europäische Union zugegangen mit der Bitte um Unterstützung. Dort sind wir überall im Gespräch.

Wenn Unternehmen von sich aus Interesse haben, den EJT zu unterstützen und gleichzeitig sich zu präsentieren – wo können sie sich melden?


Ganz einfach eine Mail an sponsoring@ejt2009.eu schicken, wir melden uns dann so schnell wie möglich. Das heißt auch: Jeder der mögliche Sponsoren in seinem Umfeld kennt, kann die Adresse gern weitergeben. Wir haben auch einen Flyer, der über den EJT informiert, der ebenfalls gern weitergereicht werden kann. Wir freuen uns über Feedback.

Aber, um das auch deutlich zu sagen: Es geht nicht nur um die großen Unterstützer. Auch jede kleine Geldspende ist willkommen. Die eigens für den Jugendtag gegründete GmbH ist als gemeinnützig anerkannt und darf dementsprechend auch Spendenquittungen ausstellen.

Wobei Spenden und Sponsoring ja unterschiedliche Angelegenheiten sind …


Richtig, als Spende gelten Geld-, Sach- oder Dienstleistungen dann, wenn für sie keine Gegenleistung vereinbart wird. Diese Spenden können steuermindernd geltend gemacht werden, das hängt natürlich vom Steuersatz des jeweiligen Spenders ab. Sponsoring hingegen ist die Unterstützung des Jugendtages gegen bestimmte vertraglich vereinbarte Gegenleistungen. Das kann von der Abbildung eines Firmenlogos bis hin zur kompletten Finanzierung einer Messehalle gehen. Wir suchen beides: Spender und Sponsoren.

Wird denn noch aktiv um private Spender geworben werden?


Ja, das wird noch geschehen. Unser Stammapostel möchte sich diesbezüglich noch an die Geschwister wenden. Daher will ich hier nicht vorgreifen. Noch eine Anmerkung: Das Spendenkonto ist ja bereits eröffnet und die Details dazu sind veröffentlicht. Wir freuen uns auch jetzt schon über jeden Beitrag.

Was gibt es denn in Sachen Merchandising zu berichten? Die Nachfrage nach Werbeartikeln ist ja groß, wie auch ein Blick ins Gästebuch auf der EJT-Webseite zeigt.

Wir haben professionelle Lieferanten gefunden, die uns EJT-Artikel in guter Qualität und zu vernünftigen Preisen angeboten haben. Eine kleine Marge bzw. der Gewinn wird dann in die Finanzierung des EJT fließen.

Über die www.ejt2009.eu/shop Seite wird man dann zum Online-Shop des Friedrich Bischoff Verlags gelinkt. Hier kann man in einer separaten Rubrik ein Sortiment an Artikeln zum EJT kaufen. Bezahlung und Auslieferung der Bestellungen organisiert dann unser Verlag. Die Artikel haben wir in Zusammenarbeit mit einer Jugendgruppe aus dem Bezirk Hamburg-Mitte ausgesucht und gesichtet. Es gab insgesamt einen großen Berg von Artikeln, die uns verschiedene Hersteller zur Verfügung gestellt haben. Die waren zwar schon zielgruppenorientiert, aber wir haben gesagt, die Zielgruppe soll bitte selbst entscheiden, welche Artikel sie kaufen würde und zu welchen Preisen sie dies tun würde. Diese Artikel haben wir dann das erste Mal am 16. September am Rande des Hamburger Jugendtags vorgestellt.

Wann soll es mit dem Verkauf losgehen?

Wir wollen im November mit dem Shop online gehen, also pünktlich zur Weihnachtszeit, so dass jeder Jugendliche sicher etwas findet, was er sich von Oma wünschen kann.

Was wird denn alles geboten werden?

Alles mögliche, vom Badetuch über Kaffeetassen, T-Shirts und Schlüsselbänder bis hin zu Taschen und einer Uhr.

Der Vertrieb erfolgt nur über die EJT-Webseite?


Ja, ausschließlich.

Und während des EJT 2009 auch vor Ort?

Ja, wobei es dort nur noch einen Restverkaufsstand geben wird, da wir davon ausgehen, dass sich alle bis dahin eingedeckt haben werden. Wir werden also für die Tage in Düsseldorf nicht noch einmal groß einkaufen. Bei den Jugendtagen, die 2008 stattfinden, werden wir übrigens das gleiche machen wie in Hamburg, nämlich die Artikel vorstellen, damit sie jeder mal sehen und anfassen kann.
Alles in allem sind wir guter Zuversicht, einen großen Teil der Kosten über Sponsoren und Spender abdecken zu können, um den Beitrag für unsere Jugendlichen so gering wir möglich zu halten.

Carmen Faulenbach (37) ist Marketingleiterin in einer Hamburger Firma. Zuvor war sie unter anderem für Shell und die DAD Deutscher Auto Dienst GmbH tätig. Sie ist verheiratet und Mutter eines zweijährigen Sohnes.

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Spendenflyer

Text: Thorsten Gabriel
Fotos: Privat